Drei Fragen an: Lukas Opheiden

1. Wo siehst du deine Hauptaufgabe als Medienpädagoge in der Bibliothek?

 

Medienpädagogik meint insbesondere die Vermittlung einer Medienkompetenz für sämtliche Zielgruppen. Dies kann in der Bibliothek zum Beispiel die Unterstützung bei der Benutzung eines eBook-Readers, oder der Informationsabend zu neuen Medien für Eltern und Multiplikatoren sein. Als zentrale Aufgabe sehe ich aber insbesondere auch die Vermittlung einer digitalen Kultur, vor allem im Bereich der Computer- und Videospiele. So biete ich zudem unterschiedlichste freizeitpädagogische Angebote an, die einen bewussten Umgang mit dem Kulturgut (Computer-)spiel, vermitteln.

 

2. Medienkompetenz, Lesekompetenz. Sind das zwei Begriffe mit der gleichen Bedeutung?

 

Lese- und Medienkompetenz gehen grundlegend in die gleiche Richtung, weisen im Detail aber Unterschiede auf. In erster Linie geht es in den Disziplinen um die aktive Teilnahme an gesellschaftlicher Kommunikation, sowie das Lesen, Verstehen und Produzieren von (digitalen) Medieninhalten. In dem Bereich der Medienkompetenz kommt hier zudem der Aspekt der Medienkunde, also der Bedienkompetenz von digitalen Medien, sowie auch einer Medienkritik, also einer kritischen Haltung gegenüber Medien und deren Inhalte hinzu. Medienkompetenz könnte daher als eine Erweiterung der Lesekompetenz begriffen werden.

 

3. Wie aktualisierst du deine Angebote auf die Entwicklungen im Games- und Spielbereich?

 

Das Spiel als Form ist eines der ältesten Kulturpraktiken des Menschen und kann auch heute als allgegenwertig angesehen werden. In den letzten 20 Jahren hat sich hier insbesondere der Bereich der digitalen Spiele stark verbreitet und gesellschaftlich etabliert. Um in diesen Bereichen theoretisch sowie praktisch Aktuell zu bleiben, ist ein ständiges Informieren notwendig. Der Besuch von Unterhaltungssoftware-Messen wie z.B. die Gamescom in Köln, sind hier von Vorteil. Um medien- beziehungsweise spielpädagogische Konzepte zu entwickeln beziehungsweise zu optimieren, gehört ein ständiger Austausch in einem deutschlandweit agierenden Netzwerk an Medienpädagogen zu meinem Alltag. Als Mitglied der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikation werde ich zudem über neue Aspekte und Trends im wissenschaftlichen Kontext informiert.

 

Lukas Opheiden ist Medienpädagoge an der Stadtbibliothek Minden.
Nach seinem Studium der Erziehungswissenschaften und handlungsorientieren Medienpädagogik ist er seit 2016 in der Stadtbibliothek Minden mit der Anschaffung von Videospielen sowie der Organisation und Durchführung von praktischen Gaming-Angeboten für unterschiedliche Zielgruppen betraut. Aktuelle Projekte in diesem Jahr sind ein Jugendbarcamp zum Thema Games sowie die Leitung einer Spieletestergruppe.

 

Mit Frank Sommer bietet er die Fortbildung "Gamen und Spielen - Entwicklung eigener Spieleformate in der Bibliothek" an.

 

Portrait Lukas Opheiden - Medienpädagoge
Lukas Opheiden / Foto: privat

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